Marxismus   

       Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein der Menschen bestimmt.                      

Karl Marx (1818–1883) Karl Marx (1818–1883) Karl Marx (1818–1883)    

 

Die praktischen Materialisten d.h. die Kommunisten wollen in Wirklichkeit die bestehende Welt zu revoltieren

 

Der Marxismus gilt als philosophische historisch-politische und ökonomische   Gesellschaftstheorie mit wissenschaftlichem  Anspruch zum Kommunismus, der sich auf die Auffassungen von Karl Marx (1818–1883) und Friedrich Engels  (1820–1895) bezieht.  

 

  Materialistische Dialektik– Historischer  Materialismus

 

Unter der materialistischen Dialektik und dem historischen Materialismus verstehen wir die Weltanschauung des Marxismus, deren Grundlage entsprechend der Naturerscheinungen und der Erforschung des Lebens in der Geschichte und der Gesellschaft sind.

Obwohl, die Charakterisierung und die Grundzüge des Marxismus sich auf der materialistischen Dialektik basieren, aber dies bedeutet jedoch nicht, dass die Dialektik von Marx und Engels mit der Dialektik Hegels und dem Materialismus Feuerbachs identisch ist. In der Wirklichkeit haben Marx und Engels der Hegeldialektik und dem Materialismus des Feuerbachs nur „deren rationellen Kern“ und Richtigkeit entnommen, die für die materialistische Dialektik d.h. für die Wahrheit des Lebens der Menschen in heutiger Zeit maßgebend und nützlich gewesen sind. Der Unterschied zwischen Marx' und Hegels Dialektik besteht darin, dass Hegel die drei Epochen der Weltgeschichte als dialektischer Dreischritt bezeichnet, die bei dem Weltgeist eine sehr hohe Bedeutung hat, während Marx dagegen, die jeweiligen gesellschaftlich-ökonomischen Konflikte jeder Epoche als Grundlage der Entwicklung der Geschichte erkennt. Bei Hegels Geschichtsdialektik spielt alles im Himmel, während Marxdialektik beschäftigt sich mit der Wahrheit der Weltgeschichte und der Dialektik der Arbeit in der Klassengesellschaft.

 In der marxistischen Theorie werden die jeweiligen gesellschaftlich-ökonomischen Konflikte jeder Epoche als Grundlage der Entwicklung der Geschichte und der Menschen betrachtet. Während diese Wichtigkeit bei den anderen Theorien nicht relevant ist.

Der Marxismus und seine wissenschaftlichen Auffassungen über die materialistische Dialektik haben uns deutlich gezeigt: Alle Eigentumsverhältnisse waren einen beständigen geschichtlichen Wechsel, einer beständigen geschichtlichen Veränderung unterworfen. 

Die Hegels Philosophie der Weltgeschichte kennt nur den "Weltgeist" als regierendes Prinzip der Geschichte. Also, eine ständige Verbesserung hin zum absoluten Geist, nicht aber als Anerkennung und Bestätigung der Klassenkämpfe in der Gesellschaft. Die Interpretation der Geschichte der Marxschen Philosophie stellt  auch wie Hegelphilosophie eine Abfolge von Epochen der Geschichte dar, aber diese neue Epoche und Verbesserung der alten Geschichte endet nicht wie Marx sagt bei Hegelidealismus an einem bestimmten Punkt, in dem alles sich herumlaufen muss. Marx und Engels beschreiben den dialektischen Materialismus als Gesamtwirklichkeit der Geschichte d.h. nach Marx Auffassungen: Eine Gesellschaftsformation geht nie unter, bevor alle Produktivkräfte sich entwickelt haben.

 Marx sagt : Für Hegel ist der Denkprozess, den er sogar unter den Namen Idee in ein selbständiges Subjekt verwandelt, der Demiurg « (Schöpfer) » des Wirklichen, das nur seiner äußere Erscheinung bildet. Bei mir ist umgekehrt das Ideelle nichts andres als das im Menschenkopf umgesetzte und übersetzte Materielle (Schriften in zwei Bänden S. 430).

Marx kritisiert als erster Philosoph die Hegelsche Dialektik. Er stellt sie zurecht: „Vom Kopf auf die Füße“ und erklärt, „die objektive Wirklichkeit aus ihrer materiellen Existenz und deren Entwicklung des materialen Lebens, nicht aber als Wahrnehmung einer göttlichen absoluten Idee oder als Produkt des menschlichen Denkens“. Weiter sagt er ebenda: „Die objektive Realität außerhalb der menschlichen Bewusstsein, d.h. in den ökonomischen Gesetzen existiert, und es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.

Die Konsequenz der marxschen Theorie ist ebenso eine harte und klare Kritik an Religion, Recht und Moral der Klassengesellschaft. Dies bezeichnet Marx: Als Produkte der betreffenden materiellen Verhältnisse, deren Wandel sie unterworfen sind. Religion, Recht und Moral hätten also nicht wie Marx meint, die universelle Gültigkeit, was sie bis jetzt beanspruchen. Daher, im Gegensatz zur Metaphysik betrachtet die marxistische dialektische Methode, Dialektik des Universums und Natur nicht als zufällige Anhäufung von Dingen, die von Erscheinungen losgelöst, voneinander isoliert, sondern als zusammenhängendes einheitliches Ganzes, miteinander organisch und historisch verbunden sind. In diesem Zusammenhang sagt Engels: Vom Kleinsten bis zum Größten, von den Sandkörnern bis zu den Sonnen, von den Protisten (lebendigen Urzellen. – Die Red.), bis zum Menschen « hat » in ewigem Entstehen und Vergehen, in unaufhörlichem Fluss, in rastloser Bewegung und Veränderung ihr Dasein. (Marx-Engels, Ausgew. Schriften in zwei Bänden, Bd.II,S.62).

Übrigens, im Gegensatz zur Metaphysik betrachtet die Dialektik des Marxismus den Entwicklungsprozess nicht als einfachen Wachstumsprozess, die von  quantitativen Veränderungen zu qualitativen Veränderungen führt, sondern vielmehr als eine Entwicklung, die vom unbedeutenden quantitativen Veränderungen zu sichtbaren und klare Veränderungen, d.h., qualitativen Veränderungen übergeht. Darum ergibt sich aus der dialektischen Methode des Marxismus: Dass der Entwicklungsprozess in seiner Zeit direkt als fortschreitende Bewegung, als Übergang von einem alten qualitativen Zustand zu einem neuen qualitativen Zustand, d.h. von Niederem zu Höherem aufgefasst werden muss.

Engels sagt weiter: Die Natur als einer Probe auf die Dialektik, in der nicht metaphysisch hergeht, sondern eine wahre Geschichte durchläuft.

Die ganze heutige organische Natur, Pflanzen und Tiere und damit auch der Mensch, das Produkt eines durch Millionen Jahre fortgesetzten Entwicklungsprozesses sind. [Anti-Dühring],S.26). Dann werden die Naturerscheinungen wie Engels meint als ewiger Bewegung und die Entwicklung der Natur als Resultat der Entwicklung der Widersprüche in der Natur, als Resultat der Wechselwirkung entgegen gesetzter Kräfte in der Natur betrachtet.

 

Schließlich sagt Engels in seiner Kritik Dührings: Der Hegel aufs gröbste anpöbelt und ihm doch gleichzeitig stillschweigend den bekannten Satz entlehnt, dass der Übergang aus dem Reich der empfindungslosen Welt in das Reich der Empfindung, aus dem Reich der unorganischen Welt in das Reich des organischen Lebens ein Sprung in einen neuen Zustand sei:

Dies sollte ganz die Hegelsche Knotenlinie von Maßverhältnissen sein, wo bloß quantitative Steigerung oder Abnahme an gewissen bestimmten Knotenpunkten einen qualitativen Sprung verursacht. (Friedrich Engels, Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft [Anti-Dühring], S. 52/53.)


 Im Gegensatz  zur Metaphysik der bisherigen Theorien, geht der dialektische Marxismus    davon aus; Dass den Naturdingen, der Naturerscheinungen innere Widersprüche eigen sind, denn sie alle haben ihre negative und positive Seite, ihre Vergangenheit und Zukunft, ihr Ablebendes und sich Entwickelndes, daß der Kampf dieser Gegensätze, der Kampf zwischen Altem und Neuem, zwischen Absterbendem und neu Entstehendem, zwischen Ablebendem und sich Entwickelndem, den inneren Gehalt des Entwicklungsprozesses, den inneren Gehalt des Umschlagen quantitativer Veränderungen in qualitative  bilden.

Endlich, aus der dialektischen  Methode des Marxismus ergibt sich diese Wahrheit : Dass der Prozess der Entwicklung von Niederem zu Höherem nicht in Form einer harmonischen Entfaltung der Erscheinungen verläuft, sondern in Form eines Hervorbrechens der Widersprüche, die den Dingen und Erscheinungen eigen sind, in Form eines Kampfes gegensätzlicher Tendenzen, die auf der Grundlage dieser Widersprüche wirksam sind. Unvermeidlich im Gegensatz zum Idealismus, der, die Welt als Verkörperung der „absoluten Idee“, „des Weltgeistes“, des Bewusstseins auffasst, geht der philosophische Materialismus des Marx davon aus:

 Dass die Welt ihrer Natur prinzipiell nach materiell interpretiert, dass die mannigfaltigen Erscheinungen in der Welt verschiedene Formen der sich bewegenden Materie darstellen, dass der wechselseitige Zusammenhang und die wechselseitige Bedingtheit der Erscheinungen, die durch die dialektische Methode festgestellt werden, Gesetzmäßigkeilen der Entwicklung der sich bewegenden Materie darstellen, dass die Welt sich nach den Bewegungsgesetzen der Materie entwickelt und keines „Weltgeistes“ bedarf.

Weiter: Letztendlich, geht der marxistisch-philosophische Materialismus davon aus: Dass die Materie, die Natur, das Sein die objektive Realität darstellt, die außerhalb des Bewusstseins und unabhängig von ihm existiert, daß die Materie das Primäre, das Ursprüngliche ist. Weil sie Quelle der Empfindungen, Vorstellungen, des Bewusstseins ist, das Bewusstsein aber das Sekundäre, das Abgeleitete ist, weil es ein Abbild der Materie, ein Abbild des Seins ist, dass das Denken ein Produkt der Materie ist, die in ihrer Entwicklung einen hohen Grad von Vollkommenheit erreicht hat, und zwar ein Produkt des Gehirns, das Gehirn aber das Organ des Denkens ist, daß man darum das Denken nicht von der Materie trennen kann, ohne in einen groben Irrtum zu verfallen.( Marx-Engels, Ausgew. Schriften in zwei Bänden, Bd. II, S. 344.)

Engels beantwortet  sehr scharfsichtiger  als Marx über die wichtigste Frage der gesamten Hegelphilosophie, in der die Frage nach dem Verhältnis des Denkens zum Sein, und des Geistes zur Natur. Je diese Frage sich nach der Wahrheit der materialistischen Philosophie stellt, spalteten sich die Philosophen und Denker in zwei großen Frontgedanken, die unvermeidlich, weder die Ursprünglichkeit des Geistes gegenüber der Natur behaupten zu müssen (wie letztendlich beim Idealismus des Hegels betrachtet wurde) oder die Materialisten, die die Natur als das Ursprüngliche ansahen werden. Weiter ebenda s. 345: Wenn die Natur, das Sein, die materiell Weltprimär sind, das Bewusstsein, das Denken aber sekundär, abgeleitet, wenn die materielle Welt die objektive Realität darstellt, die unabhängig von dem Bewusstsein der Menschen existiert, das Bewusstsein aber ein Spiegelbild dieser objektiven Realität ist. So folgt daraus, dass das materielle Leben der Gesellschaft, ihr Sein ebenfalls das Primäre, das Ursprüngliche ist, ihr geistiges Leben aber das Sekundäre, das Abgeleitete, dass das materielle Leben der Gesellschaft eine objektive Realität ist, die unabhängig vom Willen der Menschen existiert, das geistige Leben der Gesellschaft aber eine Widerspiegelung dieser objektiven Realität, eine Widerspiegelung des Seins ist. Also darf man die Quelle der Gestaltung des geistigen Lebens der Gesellschaft, den Ursprung der gesellschaftlichen Ideen, der gesellschaftlichen Theorien, der politischen Anschauungen, der politischen Einrichtungen nicht in den Ideen, Theorien, Anschauungen, politischen Einrichtungen selbst suchen, sondern muss sie in den Bedingungen des materiellen Lebens der Gesellschaft, in dem gesellschaftlichen Sein suchen, dessen Abbild diese Ideen, Theorien, Anschauungen usw. sind.
Wie das Sein der Gesellschaft, wie die Bedingungen des materiellen Lebens der Gesellschaft, so sind ihre Ideen, Theorien, politischen Anschauungen, politischen Einrichtungen. Diese vor neue Aufgaben gestellt hat. Aber nachdem sie entstanden sind, werden sie zu einer höchst bedeutenden Kraft, welche die Lösung des neuen, durch die Entwicklung des materiellen Lebens der Gesellschaft gestellten Aufgaben erleichtert, die Vorwärtsbewegung der Gesellschaft erleichtert. Gerade hier äußert sich die gewaltige organisierende, mobilisierende und umgestaltende Rolle neuer Ideen, neuer Theorien, neuer politischer Anschauungen, neuer politischer Einrichtungen. Neue gesellschaftliche Ideen und Theorien entstehen im Grunde genommen eben darum, weil sie für die Gesellschaft notwendig sind, weil es ohne ihr organisierendes, mobilisierendes und umgestaltendes Wirken unmöglich ist, die herangereiften Aufgaben der Entwicklung des materiellen Lebens der Gesellschaft zu lösen. Weiter ebenda:

Die  gesellschaftlichen Ideen, Theorien, politischen Einrichtungen, die auf der Basis der herangereiften Aufgaben der Entwicklung des materiellen Lebens der Gesellschaft, der Entwicklung des gesellschaftlichen Seins entstanden sind, geht  in der Folge selber auf das gesellschaftliche Sein, auf das materielle Leben der Gesellschaft zurück, indem sie die Bedingungen schaffen, die notwendig sind, um die Lösung der herangereiften Aufgaben des materiellen Lebens der Gesellschaft zu Ende zu führen und seine Weiterentwicklung zu ermöglichen. So erklärt der historische Materialismus des Marxismus die Frage des Verhältnisses zwischen dem gesellschaftlichen Sein und dem gesellschaftlichen Bewusstsein, zwischen den Bedingungen der Entwicklung des materiellen Lebens und der Entwicklung des geistigen Lebens der Gesellschaft.

Nach  den wissenschaftlichen Beschreibungen des Marxismus über die Kassenkämpfe in der Gesellschaft, die zum ersten Mal in der Geschichte  seitens Marx und Engels verfasst und weiterentwickelt  wurde, geht  Marx unmittelbar in seine Theorie von Basis und Überbau, die Produktionsverhältnisse - die je nach Zeit, Ort und Gesellschaftsform differenzieren - als ökonomische Grundlage für die Gesamtheit aller möglichen und dieser Basis entsprechenden Anschauungen und Institutionen (Staat, politische Parteien und Organisationen, u.a. ), also dem Produktionsverhältnis differenzieren - also entsprechendem gesellschaftlichen Überbau. Damit ist die jeweilige Gesellschaftsform direkt von den ökonomischen Verhältnissen abhängig.

Also: Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich einen juristischen und politischen Überbau erhebt, und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewusstseinsformen  entsprechen. (Marx, Engels Kritik der politischen Ökonomie)

Der Marxismus beschreibt nur die Sklavenhaltergesellschaft, den Feudalismus und den Kapitalismus als Klassengesellschaften. Wo die Produktivkräfte und die Produktionsverhältnisse sich historisch vor Sozialismus genügend entwickelt haben. Es werden die Produktionsverhältnisse zum Anfang einer neuen Gesellschaftsform an die Produktivkräfte so angepasst, danach aber wieder unter Schaffung neuer, angepasster Produktionsverhältnisse und treiben so wieder die „objektive Wirklichkeit“ voran.

Die Beseitigung des Widerspruchs eine „revolutionäre“ Umwälzung der Produktionsverhältnisse wird durch die produzierende Klasse (durch das Bewusstsein des Proletariats) bestimmt. Diese revolutionäre Umwälzung der Produktionsverhältnisse geschieht nach Marx Auffassungen; nie in einer alten Gesellschaftsform, sondern dies entwickelt sich grundsätzlich als ökonomischer Grundlage in einer neuen objektiven Wirklichkeit d.h. in der Änderung der Basis (der Produktionsverhältnisse und Produktionsweise)

Daher die Umwälzung der Produktionsverhältnisse wird nicht stattfinden, bevor nicht alle möglichen Produktivkräfte innerhalb der alten Gesellschaft entwickelt und verstärkt worden sind. Besser gesagt, bevor die materiellen Existenzbedingungen derselben im Schoß der alten Gesellschaft selbst ausgebrütet worden sind. Dies bedeutet nach Marx Theorien:

„Auf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung geraten die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft in Widerspruch mit den vorhandenen Produktionsverhältnissen oder, was nur ein juristischer Ausdruck dafür ist, mit den Eigentumsverhältnissen, innerhalb deren sie sich bewegt hatten. Aus Entwicklungsformen der Produktivkräfte schlagen diese Verhältnisse in Fesseln derselben um. Es tritt dann eine Epoche sozialer Revolution ein. Mit der Veränderung der ökonomischen Grundlage wälzt sich der ganze ungeheure Überbau langsamer oder rascher um “.  Marx, Kritik der politischen Ökonomie.

 

Besonders der Marxismus weißt hin: Dass die schärfsten Klassenkämpfe zwischen den Ausbeutern und den Ausgebeuteten immer den Grundzug der kapitalistischen Gesellschaftsordnung bilden. Im Gegenteil des Kapitalismus stellt der Sozialismus eine sozialistische Gesellschaftsordnung, in der die Grundlage der Produktionsverhältnisse das gesellschaftliche Eigentum an den Produktionsmitteln gleich ist. In so einer Gesellschaft gibt es keine Ausbeuter und keine Ausgebeuteten mehr. Die erzeugten Produkte werden nach der Arbeitsleistung der Gesellschaft gerecht zwischen allen beteiligten an der Produktion verteilt. Dies Verhältnisse bedeutet im Prinzip: Alle nehmen und wahrnehmen, was sie tatsächlich nehmen dürfen. Mit anderen Worten; Alle erhalten und verbrauchen, was sie tatsächlich produziert und hergestellt haben.

Bei der Charakterisierung des historischen Materialismus, formulieren Marx und Engels in der Kritik der politischen Ökonomie weiter:

Dass die ökonomische Produktion und die aus ihr mit Notwendigkeit folgende gesellschaftliche Gliederung einer Geschichtsepoche die Grundlage bildet für die politische und intellektuelle Geschichte dieser Epoche; Daß demgemäß (seit Auflösung des uralten Gemeinbesitzes an Grund und Boden) die ganze Geschichte eine Geschichte von Klassenkämpfen gewesen ist, kämpfen zwischen ausgebeuteten und ausbeutenden, beherrschten und herrschenden Klassen auf verschiedenen Stufen der gesellschaftlichen Entwicklung; daß dieser Kampf aber jetzt eine Stufe erreicht hat, wo die ausgebeutete und unterdrückte Klasse (das Proletariat) sich nicht mehr von der sie ausbeutenden und unterdrückenden Klasse (der Bourgeoisie) befreien kann, ohne die ganze Gesellschaft für immer von Ausbeutung, Unterdrückung und Klassenkämpfen zu befreien...« (Marx-Engels, Ausgew. Schriften in zwei Bänden, Bd. I, S. 18/19.)

 Auf Grundlage der neuen ökonomischen Bedürfnisse der Gesellschaft, die von Marx und Engels sehr präzis verfasst und weiter vorgeführt wurden, entstehen in Wirklichkeit, die neuen gesellschaftlichen Ideen, die neuen organisiert und mobilisierte Ideen,  welche die Massen ( das Proletariat ) schließen zusammen mit anderen Schichten der Gesellschaft zu einer neuen politischen Lage, d.h. zur sozialistischen Revolution und  der Änderung der alten  Produktionsverhältnisse erreicht. In diesem Entwicklungsprozess entscheidet sich das Proletariat zum Endziele des Klassenkampes gegen Bourgeoisie, um  eine proletarische Regierung zu gründen. Ab jetzt, fängt das Proletariat an, die wahre Wahrheit der Geschichte schreiben. Es hebt zuerst die alte Beziehung der Bourgeoisie auf, dann aber zentralisiert sich als herrschende Klasse zum Recht der Mehrheitsgesellschaft.

 Marx sagt:Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht. (Karl Marx, das Kapital, Bd. I, S. 791.)

Nach  den Kurzgefassten Thesen und Theorien   der Denker des Marxismus,  die wir hier vorgetragen haben, nennen Marx und Engels die vier Epochen der ökonomischen Gesellschaftsformen in den europäischen Gesellschaften so wie in den asiatischen Ländern vor Kommunismus wie folgt:

Urgesellschaft

Sklavengesellschaft

Feudalismus

Kapitalismus

 

Nach marxistischen Auffassungen: Die Entwicklung der Gesellschaft ist ein dialektischer Prozess, der über mehrere Gesellschaftsformen verläuft. Eine klassenlose Gesellschaft (Urgesellschaft) wandelt sich in verschiedene Formen der Klassengesellschaft (z. B. asiatische Produktionsweise, Feudalismus, Kapitalismus). Letztendlich nach Kapitalismus geht diese Entwicklung auf einer höheren Stufe in einer klassenlosen Gesellschaft zu, der sich in zwei Phasen (D.h. niedere Phase als Sozialismus und höhere Phase als Kommunismus) interpretieren:

 

Der Sozialismus, Übergangsphase zur klassenlosen Gesellschaft

Der Kommunismus, als moderne klassenlose Gesellschaft

Eine der bedeutendsten Grundlage des historischen Materialismus, die von Marx und Engels verfasst wurde, ist dieser berühmte Wahrheit: Dass die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft [...] die Geschichte von Klassenkämpfen ist, die mit einer revolutionären Umgestaltung der alten Gesellschaft in eine neue (Untergang der  Klassenkampfe vor Kommunismus), die ganze Gesellschaft in einer klassenlosen Gesellschaft umwandelt. Diese Entwicklung zur Hierarchisierung der Gesellschaft war der Weg vom klassenlosen Urkommunismus hin bis zur Klassengesellschaft, d.h. bis Kapitalismus. Nach den marxistischen Auffassungen: Stehen die Individuen innerhalb einer Gesellschaft in vielfältigen wirtschaftspolitischen und geistigen Machtverhältnissen zueinander. Hier stellen die materielle Produktionsweise und die Produktionsverhältnisse eine entsprechende Wechselbeziehung zwischen den Menschen und  der Gesellschaft dar.

Der Marxismus des Marx und Engels unterscheiden sich zunächst von dem wissenschaftlichen Sozialismus gegen den utopischen Sozialismus und dem Anarchismus. Wir wissen schon, dass der Inhalt der sozialistischen Revolution und die Änderung der kapitalistischen Gesellschaft mit der Wahrnehmung der marxistischen Ideologie in einen langen Klassenkampfprozess (d.h. die Herrschaftsdiktatur  des Proletariats und die Vernichtung der kapitalistischen Verhältnisse sowie  die Beseitigung der gewalttätigen Organe der Bourgeoisie)  zu verwirklichen  ist

Marx und Engels haben sich ständig mit den verschiedenen Denktraditionen des Utopischen Sozialismus  und des Anarchismus auseinandergesetzt.  Die marxistische Theorie als theoretisches und praxisorientiertes System weist  den Utopischen Sozialismus, bzw. den Staatsozialismus und den Revisionismus zurück.

Nach der historisch-materialistischen Geschichtstheorie des Marxismus wird die Menschheitsgeschichte von Klassenkämpfen zwischen Proletariat und Bourgeoisie bestimmt, die zwangsläufig im Laufe der Klassenkämpfe die zukünftige Gesellschaft zu einer klassenlosen Gesellschaft führt. Aus diesem Grund sehen wir zu Recht, dass die Marxschen Revolutionstheorie den deutschen Idealismus des Hegels und auch den Materialismus des Ludwig Feuerbach kritisiert. Dabei greift Marx selbst auf Vorarbeiten der Nationalökonomie von Adam Smith und David Ricardo Analyse zurück.

Nach dem Tod des Marx und Engels bzw. nach der Oktoberrevolution von 1917, beanspruchen die unterschiedlichen Ideologien zum Beispiel:  Leninismus, Stalinismus, Maoismus und auch der Trotzkismus mit seiner Theorie der „permanenten Revolution“, wahres Erbe des Marxismus zu sein. Aber wenn Marx noch am leben wäre, hätte bestimmt wieder zu den so genannten Sozialisten gesagt: Er wäre zu Recht kein Marxist, in dem, solche Sozialisten und Kommunisten in Sowjetunion und China dem Marxismus historisch verraten und entwertet haben.

 

Karl Marx:

„ Ihr entsteht euch darüber, dass wir das Privateigentum aufheben wollen. Aber in euer bestehenden Gesellschaft ist das Privateigentum  für  neun  Zehntel  ihrer  Mitglieder  aufgehoben. Es existiert grade dadurch; dass es für neun Zehntel nicht existiert.

 

Die Marxisten aller Welt einigt euch

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